Der Landesbeauftragte

für Computereinsatz im Religionsunterricht



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Einsatzmöglichkeiten von CD-ROMs im Unterricht

Wir haben an meiner Schule mit den zahlreichen CD-ROMs, die dank des Modellprojektes des Bundesbildungsministeriums angeschafft werden konnten, in verschiedenen Phasen des Unterrichts experimentiert. Angesichts der Tatsache, dass Klassenlizenzen in der Regel relativ teuer sind und die üblichen Schulbudgets ganz erheblich belasten würden, haben wir versucht auszuloten, wie mit Einzellizenzen im Schulalltag sinnvoll gearbeitet werden kann.

Folgende Schwerpunkte des CD-ROM-Einsatzes konnten bei uns und in der Lehrerfortbildung immer wieder festgestellt werden:

  • Unterrichtsvorbereitung des Lehrers
    Als besonders hilfreich werden CD-ROMs von Kollegen in der Phase der Unterrichtsvorbereitung gesehen. Erstens gibt es hier nicht so leicht lizenz- und urheberrechtliche Probleme, zweitens schätzt man den enormen Datenbestand, der drittens auch über "Kopieren-Einfügen" schnell in Arbeitsblätter integriert werden kann.
  • Einstieg in Themen
    (Wenn man in einer modernen Lexikon-CD-ROM, wie z.B. Microsoft Encarta einen Suchbegriff eingibt, werden automatisch zwei Gruppen von Lexikonartikeln aufgelistet:
    1. Solche, die diesen Begriff im Haupteintrag haben;
    2. Artikel, in deren Text der gesuchte Begriff auftaucht.
    Durch diese ganz nützliche Funktion, kann man Themenbereiche durch "entdeckendes" Lernen eröffnen und aufzeigen, wo überall Anknüpfungspunkte und Bezüge zum Lernstoff sind.
  • Thematische Ergänzung
    Zusatzmaterial, das aktueller ist oder andere Blickwinkel ins Spiel bringt.
  • Recherche-Aufgaben für Schüler/-innen
    "Versucht mal, auf folgenden CD-ROMs etwas zu der folgenden Frage zu finden ...!" Ich habe immer wieder engagierte Schüler gefunden, die bereit waren, eine im Unterricht nicht ad hoc zu klärende Frage selbstständig zu klären, insbesondere wenn ich auch gleich eine CD-ROM nannte, auf der ich die Antwort vermutete.
  • Systematisches Erarbeiten eines Themenbereiches
    Der Lehrer kann die Arbeit an einer CD-ROM durch Leitaufgaben und -fragen strukturieren und z.B. auch einen Fragebogen beantworten lassen.
  • "Surfen" auf einer CD-ROM
    Bei arbeitsteiligen Gruppenarbeiten im Computerraum kann ein Team, das am PC mit der CD-ROM sitzt, sich bedingt durch die Hypertextstruktur vieler CD-ROMs auf einen ganz anderen "Weg" durch das Lerngebiet bewegen, als andere Teams.
  • Präsentation ausgewählter Elemente (z.B. Animationen, Bilder, Videos) mit einem Beamer
    Da Beamer jedoch nach wie vor auf Grund ihres Preises noch nicht zur selbstverständlichen Grundausstattung jedes Computerraumes gehören oder gar mobile PC-Beamer-Kombinationen mindestens für jedes Stockwerk anzutreffen sind, wird häufig nur die Möglichkeit genützt, Grafiken auf Overheadfolien zu drucken und so problemlos im Unterricht einsetzen zu können.
    Wenn jedoch Beamer vorhanden sind, werden CD-ROMs auch gerne zur Veranschaulichung verwendet (Simulationen, Animationen, Kurzvideos etc.).

 


© Sebastian Schuhbeck, Bayer. Landesbeauftragter für Computereinsatz im Religionsunterricht ( 1998-2011 ) - Alle Rechte vorbehalten!

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